Tourplaner Gartenreich

Schloss Luisium

06844 Dessau-Roßlau, OT Waldersee

Telefon: (0340) 218370

 

Das einem Landhaus entsprechende, auf einem Erdhügel errichtete, intime Schlösschen, war der Sommerwohnsitz der Fürstin Luise, daher sein Name Luisium. Fürst Franz ließ es für seine Gattin, die er aus Standesgründen hatte heiraten müssen, von seinem Architekten Wilhelm von Erdmannsdorf von 1774-1778 erbauen. Die Innengestaltung des klassizistischen Baus war ganz auf die Bedürfnisse seiner gebildeten Gattin ausgerichtet, der Festsaal im Erdgeschoss mit seinen Stuckaturen und Gemälden erzählt von den Vorlieben der Fürstin. Umgeben ist es von einem englischen Landschaftsgarten.

 

20. März . -30. April (Frühlingserwachen) Sa, So, feiertags 10.00-17.00 Uhr

01.Mai – 30. Sept. Di – So, feiertags 10.00-17.00 Uhr

01. Okt. – Sonntag nach Reformationstag Sa, So, feiertags 10.00 -17.00 Uhr

 

Mit WelterbeCard kostenlose Schlossführung

Schloss Mosigkau

Knobelsdorfallee 2-3, 06847 Dessau-Rosslau, OT Mosigkau

Telefon: (0340) 50255721

 

Die Dreiflügelanlage mit Nebengebäude in Mosigkau trägt zwar noch Züge des Spätbarock - erste Entwürfe sollen von Georg Wenzelslaus von Knobelsdorff stammen - dennoch überwiegt insgesamt der damals aufkommende Rokoko. Daher gilt das 1752-1757 vom Dessauer Baudirektor Christian Friedrich Damm erbaute Schloss als bedeutendstes Bauwerk dieser Art in Sachsen-Anhalt. Auftraggeberin war Anna Wilhelmine, Prinzessin von Anhalt-Dessau, eine Tochter Fürst Leopold I., des alten Dessauers. Ihre Großmutter stammte aus dem wohlhabenden Haus Oranien-Nassau, unter ihrem Einfluss hielt die niederländische Kunst Einzug im Fürstentum. Dies zeigt sich auch in der Innenausstattung des Schlosses, dessen Galeriesaal im Erdgeschoss mit Gemälden flämischer und holländischer Meister des 16. und 17. Jahrhunderts geschmückt ist. Anna Wilhelmine schuf sich in Mosigkau ihr eigenen Reich, nach ihrem Tode wurde ihr Schloss, so hatte sie es bestimmt, in ein hochadeliges Fräuleinstift umgewandelt.

 

20. März . -30. April (Frühlingserwachen) Sa, So, feiertags 10.00-17.00 Uhr

01.Mai – 30. Sept. Di – So, feiertags 10.00-17.00 Uhr

01. Okt. – Sonntag nach Reformationstag Sa, So, feiertags 10.00 -17.00 Uhr

 

Erwachsene 8,50 €, Kinder bis 16 Jahre freier Eintritt - mit WelterbeCard kostenlose Schlossführung

Schloss Oranienbaum

Schlossstraße 10, 06785 Oranienbaum-Wörlitz, OT Oranienbaum

Telefon: (034904) 20259

 

Schloss Oranienbaum mit seiner beeindruckenden Orangerie und dem ursprünglich barocken Garten, ist das älteste im Gartenreich Dessau-Wörlitz gelegene Schloss. Die aus dem Hause Oranien-Nassau stammende Fürstin Henriette Catherina benannte Stadt und Schloss nach ihrer Herkunft Oranienbaum. Im Zentrum des Ortes, der ehemals Nieplitz hieß, befindet sich an der Kreuzung zwischen Schloss und barocker Kirche, die Nachbildung eines Orangenbäumchens. Catharina ließ sich ab 1683 ein Schloss errichten, dass ihr zunächst als Sommersitz diente und das sie nach dem Tod ihres Gemahls 1693 zu einer Witwenresidenz ausbauen ließ. An die ehemals prunkvolle Innenausstattung erinnert der restaurierte niederländische Goldledertapetensaal mit Delfter Fayencen und die Sommerküche im Keller, die mit Delfter Kacheln gefliest war. Den Garten erweiterte ihr Urenkel Fürst Franz von Anhalt-Dessau zu einem chinesischen Garten mit Teehaus und Pagode und auch im Schloss ließ er einige Räume nach der Mode der Zeit mit Chinoiserien ausmalen.

 

20. März . -30. April (Frühlingserwachen) Sa, So, feiertags 10.00-17.00 Uhr

01.Mai – 30. Sept. Di – So, feiertags 10.00-17.00 Uhr

01. Okt. – Sonntag nach Reformationstag Sa, So, feiertags 10.00 -17.00 Uhr

 

Erwachsene 8,50 €, Kinder bis 16 Jahre freier Eintritt - mit WelterbeCard kostenlose Schlossführung

Gartenreich Dessau-Wörlitz – UNESCO Weltkulturerbestätte

06785 Oranienbaum-Wörlitz OT Wörlitz

Telefon: (034905) 31009

 

Das Gartenreich ist ein über Jahre gewachsenes Gesamtkunstwerk des aufgeklärten Fürsten Leopold III. Franz von Anhalt-Dessau, der sich in jungen Jahren gegen die für Ihn vorbestimmte militärische Laufbahn entschied und stattdessen, die Umgestaltung seines bis dato im Schulterschluss mit Preußen agierenden Fürstentums, zu einem modernen Reformstaat in Angriff nahm. Anregungen dazu erhielt er auf seinen Reisen nach England und Italien, verband die Modernität der frühen Industrialisierung mit dem klassischen Gedankengut der Antike. Über die Jahre wuchs das Gartenreich zu einem Schaugarten heran, in dem sich nach dem Motto des Fürsten, das Schöne mit dem Nützlichen verband. Der Garten hatte einen ausdrücklichen Bildungsanspruch und war offen für die Bewohner*innen des kleinen Fürstentums. Zwischen den urwüchsigen Elbauen und landwirtschaftlichen Nutzflächen angelegt, ist der Übergang zum Landschaftsgarten nach englischem Vorbild, dem ersten auf dem europäischen Festland, fließend und bewusst so gewollt.

 

Der Wörlitzer Park ist ganzjährig geöffnet.

 

Parkführungen

01.April- 31. Okt. täglich 13.00 Uhr, Anmeldung in der Gartenreich-Information im Küchengebäude am Schloss

 

Erwachsene 8 €, Kinder 3 € - mit WelterbeCard kostenlose Parkführung

 

Wer die Wörlitzer Anlagen vom Wasser aus erkunden möchte, dem sei eine Gondelfahrt empfohlen

 

Gondelstation am Wörlitzer See

06785 Oranienbaum-Wörlitz OT Wörlitz

Telefon: (034905) 20205

 

Gondelfahrten

April sowie Okt. täglich ab 11.00 Uhr zu jeder vollen Stunde (letzte Fahrt 15.00 Uhr)

Mai bis Sept. täglich ab 10.00 Uhr zur jeder vollen Stunde (letzte Fahrt 17.00 Uhr)

 

Erwachsene 10 €, Kinder bis 16 Jahre 3 € - mit WelterbeCard kostenlose Gondelfahrt

Schloss Wörlitz

Kirchgasse, 06785 Oranienbaum-Wörlitz, OT Wörlitz

Telefon: (034905) 4090

 

An der Stelle seines ehemaligen Jagdschlosses, ließ Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau von 1769-1773 ein Sommerschloss errichten. Sein Architekt Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff gestaltete Schloss Wörlitz nach den Vorbildern englischer Landsitze und den Renaissancevillen Andrea Palladios. So entstand der erste Schlossbau des Klassizismus auf dem europäischem Festland, der durch große Klarheit in der Architektur besticht. Im Schloss hat sich fast die gesamte Innenausstattung aus dem 18. Jahrhundert erhalten.

 

20. März . -30. April (Frühlingserwachen) Sa, So, feiertags 11.00-17.00 Uhr

01.Mai – 30. Sept. Di – So, feiertags 10.00-18.00 Uhr

01. Okt. – Sonntag nach Reformationstag Sa, So, feiertags 11.00 -17.00 Uhr

 

Erwachsene 8,50 €, Kinder bis 16 Jahre kostenlos - mit WelterbeCard kostenlose Führung durch das Erdgeschoß

Gotisches Haus

Wörlitzer Park, 06785 Oranienbaum-Wörlitz, OT Wörlitz

Telefon: (034905) 20302

 

Das Gotische Haus wurde nach Vorstellungen des Fürsten Franz, den Entwürfen des Baudirektors Hesekiel und Anregungen Erdmannsdorffs ab 1773 errichtet und bis 1813 mehrfach erweitert. Verschiedene Vorbilder sind für das Bauwerk prägend gewesen, das zunächst als Wohnung des Hofgärtners Schoch gedacht war. So entspricht die Gartenfront dem Stil der englischen Tudorgotik, zum Kanal hin erinnert die Fassade des Hauses an die Kirche Madonna dell’Orto in Venedig. Seit 1782 war das Gotische Haus der persönliche Rückzugsort des Fürsten, der hier mit seiner Ehefrau zur Linken, der Gärtnerstochter Leopoldine Luise Schoch und den drei gemeinsamen Kindern lebte. Das Gotische Haus birgt noch heute einen Teil der Kunstsammlungen des Fürsten.

 

20. März . -30. April (Frühlingserwachen) Sa, So, feiertags 11.00-17.00 Uhr

01.Mai – 30. Sept. Di – So, feiertags 10.00-18.00 Uhr (Besichtigung auch ohne Führung möglich)

01. Okt. – Sonntag nach Reformationstag Sa, So, feiertags 10.00 -18.00 Uhr

 

Erwachsene 8,50 €, Kinder bis 16 Jahre kostenlos - mit WelterbeCard kostenlose Führung

Insel Stein mit Villa Hamilton

Die aus ganzen, teilweise aber auch gespaltenen Findlingen angelegte Insel Stein (1788-1794) bildet einen künstlichen Felsen, auf dem die Villa Hamilton thront. Die von Erdmannsdorf entworfene klassizistische Architektur war dem Vorbild der Villa Emma des englischen Gesandten, Antiken- und Naturforschers Sir William Hamilton in Neapel nachempfunden. Fürst Franz und Erdmannsdorff hatten Sir William Hamilton auf ihrer gemeinsamen Italienreise besucht. Die Eindrücke der Reisenden lassen sich in der Anlage der Insel Stein wiederfinden: So gibt es dort Grotten, ein Amphitheater und antike Grabgewölbe. Im Zentrum der Insel liegt ein künstlicher Vulkan, der wie sein Vorbild, der Vesuv bei Neapel, bisweilen auch heute noch zu besonderen Anlässen Feuer spuckt.

 

20. März . -30. April (Frühlingserwachen) Sa, So, feiertags 11.00-17.00 Uhr

01.Mai – 30. Sept. Di – So, feiertags 10.00-18.00 Uhr

01. Okt. – Sonntag nach Reformationstag Sa, So, feiertags 11.00 -17.00 Uhr

 

Erwachsene 6 €, Kinder bis 16 Jahre kostenlos - mit WelterbeCard kostenloser Eintritt für eine individuelle Besichtigung

Historischer Gasthof zum Eichenkranz

Angergasse 104, 06785 Oranienbaum-Wörlitz, OT Wörlitz

Telefon: (034905) 30870

 

Die Sitte, Gäste in separaten Gebäuden wohnen zu lassen, hatte Fürst Franz auf seinen Reisen in England kennengelernt. Diesen Komfort wollte auch er seinen Gästen bieten und ließ daher ab 1785, am Eingang zu den Wörlitzer Anlangen, einen Gasthof errichten.

 

Die meisten Wörlitzbesucher, unter ihnen so bekannte Namen wie Goethe, Novalis, Tieck, Hölderin, sowie die Architekten Gilli und Schinkel, für die das Gartenreich gebaute Philosophie war, übernachteten einst dort. Wegen seiner romantischen Aussicht auf den Park, der geschmackvoll möblierten Zimmer und nicht zuletzt auch seines Weinkellers war „Der Eichenkranz“ berühmt. Seine Weltoffenheit dokumentierte Franz, indem er den Gästesuiten Namen der Kulturmetropolen Amsterdam, London, Paris oder Zürich gab. Den Gästen stand zudem ein lichtdurchfluteter Saal, die sogenannte Sonne, als Aufenthaltsraum zur Verfügung.

 

Die Dreiflügelanlage, die sich mit ihrer Fachwerkgestaltung auf der einen Seite an den einfachen Ort anpasst und zur Seeseite hin mit einer eleganter klassizistischer Putzfassade, mit schlanken neogotischen Fenstern und Ecktürmen aufwartet, war nach der Wende zusehends dem Verfall Preis gegeben. Die Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e.V. machte es sich zur Aufgabe, dieses besondere Kleinod in mühevollem jahrelangem Engagement wieder herzustellen.

 

20. März – 31. Okt. Sa, So, feiertags 11.30 Uhr

 

5 € - mit WelterbeCard kostenfreie Besichtigung mit Führung